Geschichte
Ursprung
Als das römische Reich seine Position in Europa stärken wollte, ließen einige germanische Stämme nicht von ihren sumpfigen Territorien östlich des Rheins ab. Im 7. und 8. Jahrhundert konnte man hier einige wenige Bauern- und Fischersiedlungen finden, aus denen letztendlich Düsseldorf entstand. Früher war es aber noch unter dem Namen Düsseldorp bekannt. 1186 wurde es von den Berg beherrscht und der 14. August 1288 ist von großer Bedeutung für die Stadt, da ihr an diesem Tag von Graf Adolf V. von Berg das Stadtrecht zuerteilt wurde.Machtkampf und Wachstum
Bevor dies geschah gab es jedoch einen blutigen Machtkampf zwischen dem Erzbischof von Köln und dem Grafen von Berg, der in der Schlacht von Worringen endete. Die Truppen des Erzbischofs wurden vernichtet und der Schlacht wurde ein Monument auf dem Burgplatz errichtet. Es wird gesagt, dass es aus diesem Grund, und noch bis zum heutigen Tag, Feindseligkeiten zwischen den Bewohnern Kölns und Düsseldorfs gibt.Es ist aber wahrscheinlicher, dass dieser Gedanke aus dem 19. Jahrhundert stammt, als beide Städte im Zuge der Industrialisierung um Reichtum wetteiferten.
Der Marktplatz am Fluss wurde von Stadtmauern beschützt und 1380 wurde Düsseldorf zur regionalen Hauptstadt der Grafschaft Berg. Daraufhin entstanden viele berühmte Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Lambertuskirche.
Das Wachstum der Stadt war unter der Herrschaft Johann Wilhelm II. (1690-1716, auch als Jan Wellem bekannt) noch beeindruckender. Seine Gemahlin Anna Maria Luisa de' Medici war eine Kunstliebhaberin und beeinflusste das Entstehen einer großen Kunstgalerie mit unzähligen Gemälden und Skulpturen im Stadtschloss.
Nach dem Tod des kinderlosen Jan Wellem erging es der Stadt nicht mehr so gut, vor allem als der Kurfürst Karl Theodor Bayern erbte und den Gerichtshof dorthin verlegte. Er nahm auch die Kunstsammlung mit, die Teil der heutigen Alten Pinakothek in München ist. Nach den napoleonischen Kriegen wurde die Stadt zerstört und geplündert und Armut breitete sich aus.
19. und 20. Jahrhundert
Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte Düsseldorf, dank der Industriellen Revolution, eine Wiederbelebung. Die Einwohnerzahlen verdoppelten sich in nur 10 Jahren.Der 1. und 2. Weltkrieg brachten aber schnell wieder Depressionsphasen mit sich. Vor allem während des 2. Weltkriegs wurde Düsseldorf so stark bombardiert, dass nicht mehr viel übrigblieb als ein Schutterhaufen. 1946 wurde Düsseldorf zur Landeshauptstadt und es begann ein frenetischer Bauwahn, der durch die wirtschaftliche Verwandlung angetrieben wurde. Düsseldorf wurde zur reichen Handelsstadt, vor allem Bereiche wie IT und Mode, sowie das Dienstleistungsgewerbe sind bis heute Aushängeschilder der Stadt.